Restaurant Aroma
Tel. 0711 50 46 40 36
Augustenstr. 88, S-West
Mo–Do: 11.30–14.30 und 17.30–22.30 Uhr
Fr: 11.30–14.30 und 17.30–23.00 Uhr
Sa, So: 12.00–23.00 Uhr
Preise:
Mittagskarte: 12,90–17,90 €
Salate: 4,90–17,90 €
Suppen: 6,50–8,50 €
Vorspeisen: 7,50–22,90 €
Currys: 15,90–26,90 €
Tandoori-Gerichte: 21,90–26,90 €
Desserts: 6,90–14,90 €
Lassies und Smoothies: 5,50–7,50 €
Restaurant Aroma: Kulinarisches aus Indien und Singapur
Streetfood-Küche auf hohem Niveau
Die drei Frauen kamen ursprünglich aus der nordost-indischen Millionenstadt Surat zum Studium nach Deutschland. Die Stadt ist berühmt für ihre Diamantschleifereien und liegt im indischen Bundesstaat Gujarat. Bekannt und beliebt ist auch ihre vielseitige Streetfoodküche. Vor ein paar Jahren schon eröffneten sie gemeinsam in Immendingen im Schwarzwald das erste Aroma-Restaurant – dort mit rein indischer Karte.
Bansi Thummar, die jetzt das Stuttgarter Aroma betreut, war ihrem Mann Sundip vor knapp drei Jahren nach Stuttgart gefolgt. In Indien hatte sie bereits ihren Bachelor-Abschluss in IT-Engineering gemacht, anschließend war ihr Ziel der Master in Deutschland. Die Masterarbeit schreibt sie jetzt parallel zum Restaurantbetrieb.
Die ganze Vielfalt der indisch-singapurianischen Fusion-Küche
Die beiden haben die indischen Lokale in Stuttgart erforscht und festgestellt: Was es hier noch nicht gibt, ist eine moderne indisch-singapurische Fusion-Küche. Der Stadtstaat Singapur bildet nämlich in seiner Esskultur von Indien über Thailand, Malaysia bis China eine große Palette an Stilen ab und verbindet sie. Diese Offenheit wurde nun zum Konzept des Stuttgarter Aroma-Teams. Ein weiterer Anspruch: Alles soll frisch sein und selbstgemacht. Keine Fertigsaucen! Auch den indischen Frischkäse Paneer stellen sie selbst her.
Im Stuttgarter Großmarkt findet das Team die benötigten Früchte, Gemüse und Gewürze. Auch dort haben sie einen Händler aus ihrer Heimatstadt Surat gefunden. In der gemeinsamen Sprache Kujurati wird verhandelt.
Man findet im Stuttgarter Aroma gegrillte Satay-Spieße mit Erdnuss-Sauce wie in Singapur, aber auch die typisch thailändische Tom Kha Gai – eine wärmende Suppe mit Galgant und Huhn. Nicht zu vergessen indische Pani Puri – die köstlichen, frittierten Teigkügelchen, die man in Tamarindenwasser taucht und gefüllt genießt.
Master-Thesis und Restaurantstart – ist das nicht ein bisschen viel auf einmal? Bansi Thummar lacht. Für sie ist klar, dass es zurzeit fast nie freie Tage gibt. Sie liebt es zu kochen, lernte bei ihrer Mutter – und es verbindet sie mit Surat. Allen voran die Klassiker: Das Chicken Tikka Masala schmeckt klar nach Erdnuss, aber auch nach Paprika, Tomate, Kreuzkümmel, Kurkuma, Pfeffer … und zergeht auf der Zunge.
Das Lamm aus dem Tandoori-Ofen brodelt beim Servieren so lautstark auf einer gusseisernen Platte, dass man gewarnt ist und abwartet, bis das letzte Zischen erlischt. Die dazugehörige Soße schmeckt fruchtig-scharf, sie ist mit Cashews angedickt – und so gut, dass das kleine Schälchen einfach nicht ausreicht. Feines Gemüse rundet das Gericht ab.
Eine kleine offene Showküche gehört zum Konzept: Vorspeisen und Desserts werden hier vor aller Augen zubereitet. Wie beim Streetfood, für das Surat berühmt ist. Darüber hinaus ist Tiramisu mit Mango einfach typisch singapurisch! Westliche Tradition trifft auf südostasiatische Frucht. Dekoriert ist es farbenfroh mit frischen Beeren.
Das Lokal an der Ecke Schwab-/Reinsburgstraße entwickelt sich derzeit zu einem beliebten Treffpunkt und ist ab 19 Uhr sehr gut besucht. Für den Sommer ist ein Außenbereich mit etwa 20 Plätzen geplant. Innen punktet das Aroma mit warmer Beleuchtung, einem sorgsam aufgearbeiteten Parkettboden, Holzmöbeln, einem freundlichen Service und fairen Preisen. Da geht man einfach gerne hin.