Donnerstag, 16. Juli 2026, 19.30 Uhr

Reihe: Klassiker der Literaturgeschichte
Ort: Literaturhaus Stuttgart, S-Mitte

Paul Celan: Mit wechselndem Schlüssel

Gespräch mit Ulrike Draesner und John von Düffel. Prolog und Epilog: Timo Brunke.

Paul Celan (1920–1970) thematisiert in seinen Gedichten immer wieder Gewalterfahrungen, findet eine poetische Form für das Grauen der Shoah – exemplarisch dafür steht die berühmte Todesfuge. Gleichzeitig schreibt Adorno 1949 sein berühmtes Diktum: „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“. Celan lebt zwar in Frankreich, die deutsche Sprache will er jedoch nicht aufgeben. Dafür wird er anerkannt, nicht verstanden und angegriffen. Ein Leben lang sucht er nach Sprache: Besonders eindrücklich ist seine Rede Der Meridian, die er anlässlich der Verleihung des Büchner-Preises 1960 hält.