Call me Queen
Deutschland/Frankreich/Kenia 2026, 105 Minuten
Regie: Emily Atef
Mit Eliane Umuhire, Denise Gough, Dominic West u. a.
Start: 15. Oktober 2026
Verleih: Filmreederei
Call me Queen
Kampf um Selbstbestimmung – und um Medikamente
Queen, wie sich Quinta selbstbewusst nennt, stammt ursprünglich aus Ruanda. Und sie hat in ihrer Nachbarschaft noch einen zweiten Spitznamen: „Rwandan Gold“, abgeleitet nicht vom bekannten Tee ihrer Heimat, sondern von einem lokalen Bier, das sie braut. Weil sie als alleinerziehende Mutter nicht allein davon leben kann, drängt sich die Anfang-30-Jährige der in Nairobi basierten europäischen Korrespondentin und Journalistin Anna förmlich als häusliche Hilfe auf. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich dann aber trotz anfänglicher Skepsis eine freundschaftliche Beziehung.
Diese gewinnt an Bedeutung, als bei Queen – der Film ist angesiedelt Ende der 1990er Jahre, als in Afrika rund 2,3 Millionen Menschen an Aids erkrankt waren – das Virus ausbricht. Besonders schlimm: Medikamente gibt es zwar, die afrikanische Bevölkerung bekommt sie allerdings nicht verschrieben, bzw. kann sie sich nicht leisten. Ganz einfach, weil Politik und Pharmaindustrie sich nicht dafür interessieren. Was wiederum ein spannendes Recherchethema für Anna wäre, der Redaktion in Europa aber nicht relevant erscheint. Anna spricht hier gar von „Genozid“. Entsprechend unterstützt sie Queen bei ihren aktivistischen Bemühungen gegen die internationale Pharmaindustrie, gegen globale Handelsinteressen und die untätige Politik.
Emily Atef hat diese Geschichte über Mut und die Kraft von Solidarität und Freundschaft zusammen mit Josune Hahnheiser und der kenianischen Autorin Hawa Essuman nach dem Roman Mercy von Lara Santoro entwickelt. Wichtig war ihr dabei auch die Zusammenarbeit mit einem mehrheitlich kenianischen Team. Die Hauptrolle hat sie mit der ruandisch-französischen Schauspielerin Eliane Umuhire stark besetzt.