Kulturelle Vielfalt feiern
Sommerfestival der Kulturen 2026
Aktuelle Haushaltskürzungen im Kulturbereich sowie hitzige Debatten um Migration und Integration zeigen schmerzhaft: es ist noch viel zu tun. Umso wichtiger ist es dem Forum der Kulturen Stuttgart e. V., gerade jetzt mit seinem Festival Haltung zu zeigen – Hand in Hand mit den (post-)migrantischen Vereinen aus der Stadtgesellschaft und unzähligen Ehrenamtlichen. Das Sommerfestival ist und bleibt dabei wie eh und je ein Bürgerfest für alle Stuttgarter*innen – völlig unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status. Es ist ein Ort der Begegnung, der ein unüberhörbares Zeichen für eine offene Stadtgesellschaft und eine klare Absage an Rassismus und Ausgrenzung formuliert.
Die Bandbreite an Künstler*innen reicht von jungen, talentierten Newcomern aus der Region bis hin zu internationalen Größen der Global-Music-Szene. Die insgesamt 15 Gratis-Konzerte spannen einen weiten Bogen über eine Vielfalt von Genres – von Rap, Soul und R’n‘B über Folk und Balkan-Pop-Rock bis hin zu Trópico Citadino, Cumbia-Punk, Urban Afro-Beats und Speed-Freak-Punk. Hier findet jede*r den passenden Beat, um den Marktplatz in eine riesige Tanzfläche zu verwandeln. Wer danach noch nicht genug hat: Am Freitag- und Samstagabend lädt die beliebte Silent Disco dazu ein, die Festivalnächte unter freiem Himmel zu verlängern.
Ein wesentlicher Beitrag stammt von Stuttgarter Organisationen: Mehr als 50 (post-)migrantische Vereine sorgen im Wechsel an zahlreichen Ständen für kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt. An ihren Infoständen bieten sie Raum für persönliche Begegnungen und den Austausch über ihr breit gefächertes gesellschaftliches Engagement. Den Sonntag bereichern die Vereine – in diesem Jahr sind es 33 – zudem traditionell mit Tanz- und Musikbeiträgen. Dass das Festival auch inhaltliche Tiefe besitzt, beweisen die spannenden Podiumsgespräche zu gesellschaftspolitischen Themen, die zwischen den Live-Acts auf der Bühne stattfinden. Flankiert wird das Geschehen auf dem Marktplatz vom beliebten Markt der Kulturen, der sich mit seinen Ständen für Kunsthandwerk, Schmuck, Kleidung, Taschen, Tee und Gewürzen durch die Hirsch-, Kirch- und Münzstraße schlängelt.
Damit die Festivalwoche zum Erlebnis für die ganze Familie wird, sind auch die Jüngsten fest eingeplant: An allen sechs Tagen können sich die kleinen Besucher*innen im Bereich zwischen Kirchstraße und Schillerplatz kreativ austoben, basteln, malen und spielen. An drei Tagen sorgt zusätzlich das Spielmobil Mobifant für Spiel, Bewegung und Kreativität.
Baba Yaga: Feuriger Mix aus Balkan, Klezmer, Swing und Gypsy Jazz, verfeinert mit originellen Eigenkompositionen.
Bohemian Betyars: Das ungarische Kollektiv heizt mit einer hochenergetischen Fusion aus Balkan-Beats, Speed-Folk und Freak-Punk ein.
Las Baklavas: Kreiert ein lebendiges musikalisches Mosaik aus traditionellen Melodien und moderner, femininer Ausdruckskraft.
Freshlyground: Auch 16 Jahre nach der Kollaboration mit Shakira garantieren die afrikanischen Weltstars energiegeladene Live-Auftritte, die Generationen und Kulturen vereinen.
Cacao Munch: Lateinamerikanische Rhythmen verschmelzen mit Funk, Rock und Hip-Hop. Tipp: Geben einen Rhythmus-Workshop am Festivalfreitag!
Kefaya & Elaha Soroor: Die afghanische Sängerin und das Musikkollektiv verbinden zeitgenössischen Sound mit einem flammenden Plädoyer für Menschenrechte und Freiheit.
Bobby Sayyar und Emisa: Junge, lokale Talente aus der Region präsentieren modernen Trap mit ehrlichen Lyrics und eingängigen Pop mit orientalischen Einflüssen.
Da Cruz: Urbane Afro-Brazilian Beats treffen auf Baile Funk, Hip-Hop und traditionelle Música Popular Brasileira.
Selin Sümbültepe: Zeitgemäßer türkischer Fusion-Folk-Pop, der gleichzeitig tief in den musikalischen Traditionen verwurzelt ist.
EYPA: Ein hypnotischer und tanzbarer Mix aus Electronic Dance und Ambient, getrieben von E-Oud, Synthesizer und Drums.
Šuma Čovjek: Ein bosnisch-algerisch-schweizerisches Musikfeuerwerk mit akrobatischen Sprachsprüngen zwischen Kroatisch, Französisch und Arabisch.
Oumy: Eindrucksvoller „Artivismus“ aus dem Sahel – eine mitreißende Performance an der Schnittstelle von Hip-Hop, Soul und afrikanischem R&B.
Sine Frontera: Packende Grenzgänger aus Folk, keltisch-irischen Melodien, Balkan-Beats, Reggae und Ska.
Son Rompe Pera: Das Finale aus Mexiko: Wilder, absolut tanzbarer Cumbia-Punk trifft auf klassische Marimba.