Solidarität Afrika e. V.
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Solidarität Afrika e. V.
„Wir wollen Brücken zu Behörden bauen“
„Unser Motto lautet: Niemals aufgeben, immer aufstehen und weitergehen!“, erklärt Mariam Pembere, Vorsitzende und Gründerin vom Solidarität Afrika e. V., und strahlt. Außerhalb der Vereinsarbeit arbeitet sie als Intensivpflegerin. Auch der Schatzmeister Loudi Pepouere arbeitet in der Pflege. Er zählt ebenfalls zu den Mitgründer*innen des Vereins, der übrigens der erste afrikanische Kulturverein in Kirchheim unter Teck ist.
Die Idee des Vereins existiert nicht erst seit der Gründung 2023. Besonders als Begleitung und Unterstützung arbeiteten die beiden bereits einige Jahre zuvor. „Die Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, waren hilflos“, erzählt Loudi Pepouere. Genau hier versucht der Verein anzusetzen. Begleitet werden Menschen insbesondere bei Behördengängen, Unterstützung bei Bewerbungsschreiben sowie beim Dolmetschen.
Unterstützung und Gemeinschaft
Die rund 28 Mitglieder, die der Verein mittlerweile verzeichnet, kamen nach und nach dazu. Zu Beginn starteten sie mit sieben Menschen, die allesamt ehrenamtlich tätig waren. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete sich in den letzten Jahren die Kontakte zum Verein und dass dieser für Hilfestellung kontaktiert werden könne. So wurde beispielsweise einem Jungen aus dem Togo zu seinem heutigen Ausbildungsplatz verholfen. „Er hat den Kontakt von uns durch eine Frau, die im Rathaus in Kirchheim arbeitet.“ Von der Suche nach einer Ausbildungsstelle bis zum tatsächlichen Vorstellungsgespräch begleitete Solidarität Afrika e. V. ihn. „Jetzt macht er seine Ausbildung und hat sogar eine Ausbildungsduldung bekommen“, berichtet Loudi Pepouere stolz.
In der noch so jungen Vereinsgeschichte hat der Solidarität Afrika e. V. bereits einige Erfolge zu verzeichnen. So wurde im vergangenen Sommer erfolgreich ein Fußballturnier mit mehreren Vereinen, Essen und Musik organisiert. Dafür reisten auch Menschen aus anderen Städten an. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen sei ein weiteres Turnier dieser Art geplant, für das sich auch Menschen von außerhalb zum Mitspielen anmelden können.
Im Januar 2024 organisierte Solidarität Afrika in Zusammenarbeit mit ADNA for Agreement & Empowerment e. V. seinen ersten Workshop in Kirchheim unter Teck zum Thema Rassismus. Ziel war es, Erfahrungen sichtbar zu machen, Bewusstsein zu schaffen und das Selbstvertrauen der Teilnehmenden – insbesondere der Schwarzen Afrikaner*innen – zu stärken. Auch ein weiterer Workshop zum Thema Gender Equality at the Working Space organisierte der Verein im vergangenen Jahr. Hierbei stand im Fokus, das Bewusstsein für ein gerechteres Arbeitsumfeld zu stärken und neue Impulse für mehr Gleichstellung zu setzen.
Auch Workshops und Vorträge stehen auf dem Programm – so zum Beispiel in der lokalen Waldorfschule zum Thema Frankophonie, die Gesamtheit aller französischsprachigen Länder und Regionen. „Wir haben festgestellt, dass die Menschen Afrika als ein Land sehen. Wir müssen immer erklären: Afrika ist ein Kontinent“, erklärt der Schatzmeister. „Wenn man andere Schwarze sieht, fragen sie mich, ob ich verstehe, was diese sagen, weil sie denken Afrika sei ein Land.“ Für die Aufklärung über Themen wie diese ist der Verein zuständig. Ebenfalls auf der Agenda stand ein Kochworkshop mit älteren Menschen in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz. „Die älteren Menschen waren von unseren Gerichten aus der Heimat sehr begeistert.“
Aktuell sucht der Verein nach einer Räumlichkeit für seine Veranstaltungen. Bislang fanden diese immer in örtlichen Gemeindehäusern oder Cafés statt. Auch Partner und andere Vereine für Kooperationen sind den beiden Gründungsmitgliedern wichtig, denn eins steht beim Solidarität Afrika e. V. ganz oben: das Lernen und der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen.