Francine Feuné
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Francine Feuné
Die Macht der Worte: Francine Feuné und ihr Engagement
„Schreiben ist das, was aus meinem Herzen kommt“, sagt Francine Feuné über ihre Leidenschaft. Schon im Kindesalter begann sie, ihren Großeltern selbstverfasste Briefe zu senden. Denn während sie mit ihren Eltern in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé wohnte, lebten ihre Großeltern im knapp fünf Autostunden entfernten Fúsap. Dass diese ersten Korrespondenzen den Grundstein für ihre schriftstellerische Karriere legen würden, war damals noch nicht abzusehen.
Nach einem Linguistikstudium in Kamerun zog Francine nach Deutschland, wo sie einen weiteren Abschluss in Mediapublishing erwarb. In dieser Zeit und auch während ihrer anschließenden Arbeit, lagen viele Textideen lange ungesehen in ihrer Schublade. Erst in der Zeit des Lockdowns, entdeckte sie eine ihrer alten Geschichten über ein Kind mit Albinismus. Nach einiger Überarbeitung veröffentlichte sie 2021 ihr erstes trilinguales Kinderbuch Peng Do‘ der kleine Albino im Internet.
In einer Zeit der sozialen Isolation, war das Schreiben für Francine eine Möglichkeit, mit der Welt zu kommunizieren: „Wenn jemand meinen Text liest und sich darin wiedererkennt, ist das Kommunikation, ohne dass man sich dabei sehen muss“, beschreibt sie. Das spiegeln ihr auch zahlreiche Rückmeldungen von Lesenden, die sich in ihren Büchern über Identität, Rassismus und Kinderrechte gesehen fühlen.
Andere mit ihren Worten zu empowern, ist eines von Francines größten Anliegen. Auch mit ihrem aktuellen Roman „Meine Familie, mein Leben – eine Hommage an die Großfamilie“ verfolgt diesen Ansatz. Francine wuchs selbst mit acht Geschwistern auf und wusste früh, dass auch sie eine Großfamilie gründen möchte. In ihrem Buch verarbeitet sie ihre eigenen Erfahrungen auf diesem Weg und spricht offen über Herausforderungen. So beschäftigt sie sich darin mit ihrem Weg von Kamerun nach Deutschland und dem stereotypischen Mutterbild, das sie als studierende, schreibende und arbeitende Frau mit fünf Kindern bewusst hinterfragt hat.
Neben dem Schreiben arbeitet Francine Feuné, die mittlerweile in Bempflingen im Kreis Esslingen lebt, als Referentin für das Projekt Bildung trifft Entwicklung des EPiZ Reutlingen, wo sie verschiedenste Workshops zu Kinder- und Frauenrechten, Diversität oder auch Fast Fashion anbietet. Außerdem engagiert sie sich beim Verein Blacks Connected und in ihrer Kirchengemeinde.
Das nächste Buch ist aber auch schon in Planung. Darin behandelt sie Erziehung als individuellen Prozess, für den es keinen „richtigen“ Ablaufplan gibt und in dessen Rahmen vor allem Eltern eine persönliche Entwicklung durchmachen. Derzeit sucht sie dafür einen geeigneten Verlag.
Persönlich erleben kann man Francine Feuné gleich bei zwei anstehenden Terminen. Am 9. Mai ist sie für eine Lesung mit anschließender Diskussion in der vhs Stuttgart zu Gast. Dort wird sie verschiedene Auszüge aus ihren Büchern präsentieren und auch über ihren individuellen Werdegang sprechen.
Am 20. Juni 2025 stellt sie in der Stadtteilbibliothek Weilimdorf ihren neuen Roman Meine Familie, mein Leben – eine Hommage an die Großfamilie vor.