Viva la Vida – so klingt das Leben
(Originaltitel: Rondallas)
Spanien 2025, 112 Minuten
Regie/Drehbuch: David Sánchez Arévalo
Mit: Javier Gutiérrez, María Vázquez, Judith Fernández, Tamar Novas, Carlos Blanco u. a.
Start: 16. Juli 2026
Alamode Filmverleih
Viva la Vida – so klingt das Leben
Trauerbewältigung durch Tanz
Die Trauer in A Guarda, einer Ortschaft in Galicien, die es tatsächlich gibt und direkt an Portugal angrenzt, drückt sich in Daniel Sánchez Arévalos Spielfilm auch darin fortlaufend aus, dass ständig Regen niederprasselt. Immer noch sind viele Familien nicht darüber hinweg, dass Angehörige bei einem Schiffsunglück zwei Jahre zuvor ums Leben kamen. Weshalb sich das Dorf seitdem auch nicht mehr an Tanzwettbewerben und Auftritten auf traditionellen Dorffesten beteiligt hat. Dies nun will die 18-jährige Tochter des verunglückten Schiffskapitäns mit frischem Wind nun ändern.
Konzipiert ist der Film als Feelgood-Movie, in dem die Protagonisten schwierige persönliche Phasen zu überstehen haben, ihrem Schmerz Luft machen, sich zusammenraufen, gegenseitig anvertrauen, für neue Beziehungen öffnen Konflikte beiseiteräumen – und auch wieder lernen, miteinander zu lachen und Freude am Leben zu haben. Neben viel Musik und einem illustren Figurenensemble sorgt immer wieder auch lakonischer Humor für Kurzweil und Unterhaltung.
Damit die Genesung des Dorfes und die Teilnahme an einem Regionalwettbewerb für Rondallas – bei dem folkloristische Tänze und traditionelle Musikstücke in disziplinierter Manier mit Dudelsack, Blasinstrumenten und allerlei Perkussion im Mittelpunkt stehen – nicht allzu geradlinig verläuft, sorgen Sabotageaktionen des Nachbardorfes in Bezug auf die Repertoireauswahl und Marschchoreografien wie auch neueste Erkenntnisse vom Hergang des Schiffsunglücks für Reibungspotenzial.