Su Turhan: Schattenbauten
Maximum Verlag, 2026.
320 Seiten.
Su Turhan: Schattenbauten
Schattenbauten ist bereits der neunte Fall für Kommissar Zeki und seine Leser*innenschaft. Der türkischstämmige Ermittler ist eigentlich in München tätig, doch der neue Fall führt ihn zurück nach Istanbul. Es geht um erdbebensichere Bauten, von internationalen Bauträgern erbaut, die einem Beben doch nicht standhielten.
Zeki Demirbilek hat einige Eigenheiten. „Unser Zeki liest nicht gern“, sagen seine Kollegen über ihn und liefern deshalb mündliche Berichte. Er ist von früher her für Alleingänge bekannt und die Kollegen wundern sich, dass er sich nach Monaten, in denen er krankgeschrieben war, eher teamfähig zeigt. Und als ein „Unfall“ auf einer Zukunftsbaustelle aus dem 3D-Drucker in München passiert, untersucht das Team die Vorkommnisse. Dazu gehört auch, den Partner des Opfers, einen vegan lebenden gläubigen Christen aufzusuchen.
Aus dem „Unfall“ entwickeln sich weitere Ungereimtheiten und das international tätige Bauunternehmen gerät in Verdacht. Außer den Kriminalbeamten aus Bayern sind noch andere an dem Fall dran. Diese nutzen KI und nehmen über ein kleines Mädchen Kontakt zu den Beamten auf. Der Krimi ist spannend, sehr ideenreich und gut geschrieben, eine tolle Sommerlektüre und auch für solche Leser*innen geeignet, denen Kommissar Zeki zuvor noch unbekannt war.
Der bayerisch-türkische Autor Su Turhan lebt seit seinem zweiten Lebensjahr in Bayern. Neben der Schriftstellerei arbeitet er auch als Regisseur. Er wohnt in München, was für ihn eine „große Inspirationsquelle für seine Bücher“ sei.